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Das Meininger Theater | 2010 | Architektengemeinschaft ArGe.orgII.

Die Rückseite des Gebäudes ist die einzige Stelle, an der die Außenhülle des Theaters eine sichtbare Bearbeitung erfährt. Nach Variantenuntersuchung ergab sich die Verschiebung des Ostgiebels um 5 m als relevante Möglichkeit, die Hinterbühne auf eine szenisch funktionie­rende Größe zu bringen. Dies setzte umfangreiche Gespräche mit der Denkmal­schutzbehörde voraus.
Technisch wurde die Verschiebung des 522 t schweren Ostgiebels auf 4 Gleitbahnen realisiert, die homogen in der Durchfahrung der Bestandsfundamente auf Stahlbetonbalken gelagert waren. Der Hub erfolgte hydraulisch, die horizontale Verfahrung auf Schwerlast­modulen, deren Stickstoffpolster unter einem Druck von 120 bar stand.
Die Translozierung des Giebels fand am 1.10.2010 von 9 bis 13 Uhr statt unter reger Anteil­nahme der am Bau Beteiligten, Theaterleuten und der Bevölkerung Meiningens.